Zukunftsschutzgebiet
Stadtraum

Raumkonferenz & Aktionstage zur Zukunft unserer Städte

17.-23.06.2019

Innenstadtgebiet Dresden

Platz da! Für die Raumkonferenz Dokumentation

Zur #raumkon19 kamen im Juni 2019 Interessierte und Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen, um in Dresden die Fundamente gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung zu gießen. Dort, wo Stadt entsteht, im öffentlichen Raum, trafen sie auf vier heiß diskutierte Fälle lokaler Raumgestaltung und beackerten quer durch die Innenstadt  vier brandaktuelle Themenkomplexe der Stadtentwicklungspolitik.

In der Woche entstand jede Menge Material, was nun aufbereitet und Stück für Stück veröffentlicht wird. 


Foto: Ralf Menzel

Foto: Ralf Menzel


Video-Mitschnitte von Veranstaltungen

Wer macht Wohnen bezahlbar?

Die unterschiedlichen Player auf dem Immobilienmarkt

Keynotes

17.06.2019, 16:3018:30 Uhr

Wohnungsbau muss bezahlbar, schnell und qualitativ sein – wer kann das leisten?

Zukunftserwartungen

Paradiesvorstellungen und Endzeitszenarien in der Stadtentwicklung

Keynotes

18.06.2019, 16:3018:30 Uhr

Philosophische Betrachtung zweier entgegengesetzter Zukünfte unserer Städte

Stadtraum-Safari

Dresden-Rundfahrt mit dem Heimatministerium

Spaziergang

19.06.2019, 14:0016:00 Uhr

Der große Pressetermin der Raumkonferenz 2019 – Mit Monika Thomas vom BMI im Doppeldecker durch die Stadt von morgen.

Gemeinsam Städte bauen 1x1

Vom Masterplan zu netzwerkgetragenen Freiräumen

Grundlagen

19.06.2019, 19:0021:00 Uhr

Instrumente der Stadtentwicklung, die aktives Gestalten durch Bürger:innen ermöglichen.

Meine Stadt / Deine Stadt

Zwischen Selbermachen und Marktorientierung

Keynotes

19.06.2019, 19:0021:00 Uhr

Gutes Leben in der Stadt – bottom-up, dezentral und modular?

Ein Recht auf Grund und Boden

Unser Umgang mit einem begrenzten Gut

Grundlagen

20.06.2019, 19:0021:00 Uhr

Ein Einstieg in die bodenbezogene Eigentumskultur.

Der Boden, der uns trägt

Die bodenpolitische Agenda und die Rolle privater Bauträger

Keynotes

21.06.2019, 19:0021:00 Uhr

Der Bodenmarkt geht durch die Decke – Wie können wir darauf Zukunft bauen?

Gesamtes Programm ansehen

Was seither geschah...

Das war ja ein Knall! Die #raumkon19 schlug größere Wellen, als wir es uns erträumt hatten. Mehr als 1.500 Gäste zählten wir vom 17.-23.06. in Dresden, 100 Veranstaltungen wurden erfolgreich umgesetzt und über 2 Terabyte an Ton-, Film- und Fotomaterial lagert seither auf den Servern des Konglomerat e.V.

Das Feedback, was uns im Nachgang erreichte, war ebenfalls überwältigend. Bereits zur Pressekonferenz während der Konferenzwoche, aber auch danach fanden die Themen positive Resonanz bei verschiedenen Akteurs- und Interessengruppen der Stadtentwicklung, unterschiedlichen politischen Lagern und wissenschaftlichen Disziplinen [hier, hier und hier ein paar Ausschnitte]. Die Woche scheint einen Nerv getroffen zu haben im Diskurs um koproduktive und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.

»Es ist frappierend, wie gut alles funktioniert, wenn man miteinander und über die Sache reden lernt.« __ Andreas Krüger, Belius GmbH, langjähriger Moderator Runder Tisch Liegenschaftspolitik Berlin, bei der #raumkon19-Veranstaltung „Kommission Zukunftsschutzgebiete” am 22.06.2019 in der GEH8

Bekundungen von verschiedenen Initiativen und Netzwerken, das Format der Raumkonferenz + Aktionstage in irgendeiner Weise fortzuführen, wurden noch während der Juniwoche an uns herangetragen. Noch ist nichts spruchreif, aber vieles im Gespräch. Für uns ist das eine große Wertschätzung! 

Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass die #raumkon19 viel mehr Ressourcen verbraucht hat, als vorhanden waren: Alleine an Budget – ca. 130.000€ – hätten wir mindestens das 4-fache gebraucht, um alle investierten Arbeitsstunden fair zu bezahlen. Eine neue Auflage des Raumkonferenz-Formats sollte sich also entweder mit mehr Vorlauf und besserer Finanzierung – oder eben mit weniger Größenwahnsinn ans Licht trauen. ;o)

Dennoch denken wir: es hat sich absolut gelohnt! Die 4 besprochenen Fälle Dresdens sind seit den Aktionstagen präsenter im öffentlichen Diskurs, es tut sich was. Eine kleine Gruppe im Konglomerat e.V.  – quasi die Erbengemeinschaft der #raumkon19 – hat sich vorgenommen, diese Präsenz nicht wieder verebben zu lassen und die gestärkte Bindung zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung weiter zu untermauern. Vernetzung stand dafür im Spät-Sommer an erster Stelle: u.a. beim NSP-Kongress in Stuttgart, bei der Utopolis-Konferenz in Berlin, beim Denksalon in Görlitz und beim intervenz in Nürnberg. Seit Oktober erfolgt durch die gelungene Crowdfunding-Kampagne (DANKE! Die letzten Dankeschöns sind auf dem Weg ;o) die Doku-Aufarbeitung. Alle Ergebnisse davon werden sich auf dieser Website mit der Zeit einfinden.

Uns stellt sich nach aller getaner Arbeit die Frage: Wie können derlei Visionen von Koproduktion und Gemeinwohlorientierung dauerhaft und überall Teil des Stadtentwicklungsdiskurses werden, ohne dass so etwas Unwahrscheinliches wie die #raumkon19 passiert? Denn was alle Beteiligten hier reingebuttert haben, kann nicht von der Stadtbevölkerung allgemein verlangt werden. Wie kommen wir also dahin, dass Transparenz und Kooperation in der Stadtentwicklung nicht mehr dem Zufall überlassen sind?

Ein möglicher Ansatz wurde zur #raumkon19 intensiv diskutiert und in den letzten Wochen von der Urbanen Liga weiterverfolgt: die Zukunftsschutzgebiete. Erste Umsetzungsversuche finden sich u.a. in Leipzig und Löbau. Mal schauen, wo das nächste aufmacht… 

Wir bleiben dran und hoffen, ihr tut das auch :)

Keep it real!

Das #raumkon19-Team